Spüren & Messen

Die Feuerwehr Jesteburg hat seit 2001 in der Kreisfeuerwehrbereitschaft die Aufgabe des Fachzuges Spüren und Messen übernommen. Der Zug setzt sich aus dem Personal und den Fahrzeugen der Jesteburger Wehr zusammen. Bei chemischen Gefahren, wie zum Beispiel bei Unfällen oder Bränden mit vorerst unbekannten oder gefährlichen Stoffen, rückt die Jesteburger Wehr mit Messgeräten und anderem Spezialgerät aus.

Der Fachzug Spüren und Messen verfügt über eine Vielzahl von Messmitteln zum Detektieren von Gefahrstoffen sowie über Spezialschutzkleidung und Sondergeräte um diese Aufgabe erfüllen zu können. Sobald der Verdacht besteht, das chemische Schadstoffe an der Einsatzstelle vorhanden sind, ist es die Aufgabe des Fachzuges diesen Verdacht messtechnisch nachzuweisen.

Direkt an und im Umkreis der Einsatzstelle wird mit Messgeräten die Belastung der Umwelt gemessen und die Ausbreitungsrichtung anhand aktueller Wetterdaten bestimmt. Aus diesen Erkenntnissen leiten sich wiederum weitere Maßnahmen zum Schutz von Einsatzkräften und Bevölkerung ab, welche beratend dem jeweiligen Gesamteinsatzleiter zur Verfügung gestellt werden.

Gefahrstoffmessungen bei Umluftmessungen mit Prüfröhrchen sind aufgrund der Vielzahl an Stoffen nicht immer möglich. Mit Hilfe der sog. „Tenaxröhrchen“ können Proben entnommen werden und dann, in enger Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr Hamburg, messtechnisch analysiert werden.