Einsatzreiche Woche für die Feuerwehr

dt JESTEBURG. Die Kameraden der Jesteburger Feuerwehr können auf eine einsatzreiche Woche zurückblicken. Am Mittwoch, den 19.04.2017 erfolgte die erste Alarmierung mit dem Einsatzstichwort „TH1- Person in schwieriger Lage. Nach einer ersten Auskunft von der Rettungsleitstelle ist eine weibliche Person im Moor stecken geblieben und konnte sich nicht mehr selbstständig befreien, woraufhin die Feuerwehr alarmiert wurde. Eine genaue Ortsangabe konnte von der Frau jedoch nur bedingt gemacht werden. Somit suchten die Feuerwehrleute mehrere Waldgebiete entlang der Seeve ab um die hilflose Person zu finden. Nach mehrmaligen Rücksprachen mit der Leitstelle sowie der Frau konnte Sie in einem Waldstück in Richtung Lüllau entlang der Lüllauer Straße ausfindig gemacht werden. Hierbei stellte sich heraus, dass die gesuchte Frau ein Mädchen im Alter von 14 Jahren war. Diese war mittlerweile bis zu den Knien im Morast versunken und hatte sich bei den Befreiungsversuchen am Knie / Knöchel verletzt. Nach Ihrer Befreiung aus dem Moor wurde das Mädchen zur weiteren Behandlung dem Rettungsdienst übergeben.

Zwei Tage später am Freitag, den 21.04.2017 wurde die Feuerwehr Jesteburg, die den Fachzug Spüren und Messen der Kreisfeuerwehr stellt, zur BAB A7 nach Egestorf alarmiert. Hier verunglückte ein Lkw, welcher unter anderem auch Gefahrgut transportierte. Durch einen Reifenplatzer am Auflieger durchschlugen Reifenteile den Ladeboden und beschädigten dabei einen Behälter mit 1.000 Liter verdünnter Phosphorsäure.  Nach ersten Erkundungsmaßnahmen am Auflieger des Lkws konnte der leckgeschlagene Behälter ausfindig gemacht werden. Ein Eingreifen des Fachzuges Spüren und Messen wurde nicht mehr erforderlich.

 

Am Samstagmorgen, den 22.04.2017 um 6:07 Uhr wurden wir gemeinsam mit den Kameraden aus Bendestorf zu einem Wohnhaus alarmiert. Die Isolierung eines Nachtspeicherofens ist in Brand geraten. Glücklicherweise war das Wohnhaus mit Rauchmeldern ausgestattet, sodass die Bewohner rechtzeitig das Haus verlassen konnten. Mit Atemschutzgeräten ausgestattet konnten vier Feuerwehrleute unter der Zuhilfenahme einer Kübelspritze den Entstehungsbrand an der Heizung schnell ablöschen, sodass kein größerer Schaden entstanden ist.

Auch dieser Einsatz zeigt, dass Rauchmelder Leben retten. Gerade im Schlaf können die tödlichen Brandrauchgase nicht wahrgenommen werden. Ein Rauchmelder reagiert auf den Rauch und schlägt mit einem akustischem Signal Alarm. Im Durchschnitt bleiben zur Flucht 2 – 4 Minuten bevor durch den Brandausbruch große Mengen hochgiftiger Gase frei werden.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Einsätze, Feuer, Spüren und Messen, Technische Hilfe und verschlagwortet mit , , , , , , von Dennis Tschense. Permanenter Link zum Eintrag. Veröffentlicht am 22. April 2017.

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