Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Jesteburg


Jahrgang 1928 - 1939

1928
Vor über 170 Jahren mit der „Feuerordnung“ vom 06. August 1830, wurde erstmalig die Aufstellung von „Freiwilligen Feuerwehren“ in Deutschland ermöglicht. Bis dahin gab es nur Pflichtfeuerwehren, die jeden gesunden männlichen Bürger im Alter von 18 – 60 Jahren verpflichtete, bei Feuer und anderen Katastrophen Hilfe zu leisten. Es war der damalige Bürgermeister Karl Gösler, der mit seinem Gemeindeausschuss zu einer Versammlung der männlichen Einwohner zwecks Aufstellung einer „Freiwilligen Feuerwehr„ einlud. Am Freitag, dem 22. Juni 1928, erfolgte die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Jesteburg. 46 Männer trugen sich als Gründungsmitglieder ein. Die Versammlung wurde von Kreisbrandmeister Menk (Hittfeld) geleitet. Damit wurde die in der Gemeinde Jesteburg bestehende Pflichtfeuerwehr aufgelöst. Der Stellmacher Wilhelm Bockelmann wurde zum Hauptmann der Freiwilligen Feuerwehr Jesteburg gewählt.

1. Ortsbrandmeister
Hauptmann
Wilhelm Bockelmann †
1928 - 1930





Sein Stellvertreter wurde der Baumeister Wilhelm Heinrich Bahlburg. Der Gemeindevorsteher Karl Gösler wurde Schriftwart und gleichzeitig Kassierer. Untergebracht war die Wehr im Spritzenhaus hinter der Volksbank in der Ortsmitte von Jesteburg. An Ausrüstungsgegenständen standen anfangs nur eine Handdruckspritze und eine Anzahl brauchbarer C-Schläuche zur Verfügung. Arbeitsuniformröcke und Lederhelme wurden von der Gemeinde Jesteburg neu beschafft.

1929
Am Dienstag, den 27. August 1929 um 10.00 Uhr wurde die Jesteburger Wehr zu ihrem ersten Großeinsatz gerufen: Hinter dem Osterberg auf dem Grundstück von Karl Schmidt brannte eine größere Heidefläche.

1930
Auf der Korpsversammlung am 09. Juli 1930 wurde der bisherige Stellvertreter Wilhelm Heinrich Bahlburg von den Mitgliedern zum Hauptmann gewählt. Neuer Stellvertreter wurde der Installateur Franz Behr.

2. Ortsbrandmeister
Hauptmann
Wilhelm Heinrich Bahlburg †
1930 - 1933





1932
Nach einem starken Gewitterregen am Montag, den 15. August 1932 gegen 21.45 Uhr musste die Jesteburger Wehr ausrücken um bei August Beecken 18 cbm Wasser aus dem Keller zu pumpen.

1933
Auf der Korpsversammlung am Mittwoch, den 05. April 1933 wurde der Installateur Franz Behr zum neuen Hauptmann der Freiwilligen Feuerwehr Jesteburg gewählt. Zum neuen Stellvertreter wurde ebenfalls auf der Korpsversammlung Karl Gösler gewählt.

3. Ortsbrandmeister
Hauptmann
Franz Behr †
1933 - 1959





 

1934
Waldbrand am 17. Juli 1934 um 09.30 Uhr im Lohhofer Wald. Grenze Staatsforst. Zwei Hektar Fläche wurden durch das Feuer vernichtet.

1936
Am Mittwoch, den 15. Januar 1936 konnten die neu beschafften Schilder für die Feuermeldestellen in Jesteburg an folgende Kameraden übergeben werden: Karl Schmidt, Wilhelm Sinnen, Otto Behr und Hans Robert Schmidt. In den ersten Jahren war die Ausrüstung der Wehr recht dürftig. Im Jahre 1936 wurde durch die Gemeinde Jesteburg eine MAGIRUS-DEUTZ Tragkraftspritze 8 mit einem Tragkraftspritzenanhänger angeschafft, die sich noch heute in unserem Besitz befindet. Der Tragkraftspritzenanhänger wurde von einem ortsansässigen Trecker gezogen. Die TS kostete in der damaligen Zeit 4000,- Reichsmark.

1937
Als Zugfahrzeug für den Tragkraftspritzenanhänger stiftete der Jesteburger Geschäftsmann und Sanatoriumsbesitzer Carl Hoops einen NAG-PKW (Fabrikat: Horch), der zugleich für den Mannschaftstransport diente. Die „Minna“, wie sie liebevoll genannt wurde, leistete viele Jahre lang hervorragende und gute Dienste. Am Freitag, den 29. Januar 1937 gegen 20.15 Uhr rückte die Jesteburger Wehr zu einem Gebäude- und Dachstuhlbrand bei Maurer Otto Rademacher in Lüllau aus. Dies war der erste Einsatz der im Jahre 1936 beschafften MAGIRUS-DEUTZ Tragkraftspritze der Jesteburger Wehr. Der Dachstuhl wurde zwar halb vernichtet. Wohnhaus und Stallungen hingegen konnten gehalten werden. Außentemperatur bei diesem Einsatz in Lüllau –20 bis –25 Grad.

1938
Die Feuerwehr war der Feuerlöschpolizei unterstellt. Die Feuerwehrleute waren im Einsatzdienst den Polizisten gleichgestellt. Die Feuerwehrmänner trugen Seitengewehre (Bajonett) mit verchromter Schneide. Das Seitengewehr wurde am Koppel der Uniform getragen. Diese Regelung galt bis zum Jahr 1950 / 1951.

1939
Am Donnerstag, den 14. Dezember 1939 brannte der Aussichtsturm von Wilhelm Maack an der Itzenbütteler Straße nieder. Brandursache war ein überhitzter Ofen. Der Aussichtsturm wurde als Luftwaffen-Beobachtungsturm genutzt.



Jahrgang 1940 - 1959

1942
Am Donnerstag, den 20. August 1942 wurde der Landkreis Harburg in 11 Unterkreise aufgeteilt. An die Spitze dieser Unterkreise wurde jeweils ein Unterkreisführer berufen. Die Feuerwehr Jesteburg wurde dem Unterkreis 8 zugeteilt, zusammen mit den Feuerwehren Buchholz, Dibbersen, Trelde, Sprötze, Asendorf und Schierhorn.

1943
Auch die Gemeinde Jesteburg wurde im 2. Weltkrieg nicht von Fliegerangriffen verschont. Am Sonntag, den 31. Januar 1943 gegen 03.00 Uhr erfolgte ein Fliegerangriff auf die Gemeinde Jesteburg. Durch Brandbomben wurden zahlreiche Gebäude vernichtet: Wohnhaus mit Stallungen Willi Cohrs, Wohnhaus Viktor Lüllau, Wohnhaus mit Stallungen Heinrich Vick, Wohnhaus von Hermann Menk, Meiereigebäude Max Froede und Stall und Scheune Wilhelm Sinnen. 23 Personen wurden obdachlos, 28 Gebäude erhielten außerdem Brandbombentreffer. Die Gebäudebrände konnten jedoch weitgehend durch Selbsthilfe der Anwohner oder durch Nachbarn gelöscht werden.

1944
Zu einem Einsatz der Kriegsbereitschaft nach einem Fliegerangriff auf Hamburg-Harburg musste die Feuerwehr Jesteburg am Mittwoch, den 25. Oktober 1944 gegen 17.00 Uhr ausrücken. Die Wehr wurde zur Wasserförderung über lange Wegstrecke von der Landscheide bis zur Heimfelder Kirche eingesetzt. Rückkehr Donnerstag, den 26. Oktober 1944 gegen 14.00 Uhr.

1945
Zum Ende des 2. Weltkrieges war in der Ziegelei in Jesteburg eine Luftwaffeneinheit der Deutschen Wehrmacht untergebracht. Die Engländer standen in Schierhorn auf dem Weg nach Jesteburg. Daraufhin verließ die Luftwaffeneinheit die Ziegelei in Jesteburg. Wegen Benzinmangel mussten jedoch alle Fahrzeuge dort zurückgelassen werden. Als der letzte Deutsche Soldat gerade in Höhe des Lohhofes war, begab sich unser damaliger Ortsbrandmeister Franz Behr zur Ziegelei und stellte dort ein Feuerwehrfahrzeug samt Anhänger sicher: Ein Opel-Blitz-Pritschenwagen, als Löschfahrzeug für die Luftwaffe gebaut, stand in der Ziegelei eingelagert. Auf der Ladepritsche befanden sich Sitzbänke, in Staukästen unterhalb der Ladefläche, die von den Seiten zugänglich waren, lagerten feuerwehrtechnische Gerätschaften, wie Schläuche, Äxte usw. Franz Behr stellte das Fahrzeug samt Anhänger noch vor dem Einmarsch der Engländer im Feuerwehrhaus Jesteburg unter. Es handelte sich um einen Opel Blitz mit einem Tragkraftspritzenanhänger (Aufbau Fladern). Die Tragkraftspritze war mit einem DKW Motor versehen und war in ockergelb lackiert. Das Fahrzeug wurde von den Jesteburger Kameraden liebevoll „Erica“ genannt. So konnte für die Jesteburger Wehr kostengünstig ein zweites Feuerwehrfahrzeug organisiert werden.

1947
Am Sonnabend, den 28. Juni 1947 Waldbrand im Kleckerwald. 1 Hektar Mischwald wurde vernichtet. Erster Alarm 12.30 Uhr. Zweiter Alarm 15.30 Uhr.

1951
Im März wurde die Feuerwehr Jesteburg zu einem Feuer in der Saatreinigung bei August Baden gerufen. Die Außentemperatur betrug – 15 Grad Celsius.

1952
Zu einem Scheunenbrand kam es am Sonnabend, den 8. März 1952 bei Alex Baden. Das Taxi von Robert Keller brennt in der Garage. Über der Garage lagerten 400 Zentner Getreide, die auf den PKW und auf viele Gerätschaften fielen und diese zerstörten. Die Tischlerei des Feuerwehrmannes Dieter Asche wurde dabei völlig zerstört.
Am 31. August 1952 fanden in Jesteburg auf dem Turnierplatz die Kreiswettkämpfe des Landkreises Harburg statt.

Zwischen den Wettkämpfen bis zur Siegerehrung hat man sich die Zeit mit Wasserball spielen vertrieben. Jeweils 2 Mannschaften mussten mit 3 Rohren versuchen, den Ball in das gegnerische Tor zu spritzen.


1957
Das NAG-Zugfahrzeug ( Minna ) wurde durch ein neues LF 8 auf Opel-Blitz-Fahrgestell Typ 1,75 mit Vorbaupumpe VP 8 (Aufbau METZ) mit TS 8/8 ersetzt. Das Fahrzeug wurde am 24. August 1957 von den Kameraden Franz Behr und Wilhelm Frommann in Karlsruhe bei der Firma METZ abgeholt. Das NAG Zugfahrzeug (Fabrikat: Horch) ging dann an das Automuseum am ZOB in Hamburg. Hier wurde das zum Feuerwehrfahrzeug umgebaute Auto wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Nach der Auflösung des Automuseums am ZOB in Hamburg ging das Fahrzeug zum Schloss Tremsbüttel nach Schleswig-Holstein. Das Schloss Tremsbüttel war früher ein Hotel, dessen Besitzer jedoch verstorben war und auch keine Erben hatten. Dann standen das Hotel und Automuseum gut 10 Jahre leer und waren Wind, Wetter und Vandalismus schutzlos ausgeliefert. Das Anwesen ging durch viele Hände und Konkursverwalter. Die heutigen Besitzer haben leider keine Unterlagen und Photos mehr aus der damaligen Zeit. Es ist auch leider nicht in Erfahrung zu bringen, wo sich das Fahrzeug heute befindet. In den Vormittagsstunden am Dienstag, den 12. November 1957 geriet aus ungeklärter Ursache die neue Scheune des Bauern Rudolf Heitmann in Itzenbüttel in Brand. Das ungedroschene Korn, das in der Scheune lagerte, wurde wie das Gebäude total vernichtet. Den Bauern Rudolf Heitmann trifft dieses Unglück besonders schwer, denn erst vor wenigen Wochen musste er wertloses Korn auf seinem Feld verbrennen. Pech über Pech: In der Scheune liegen in einem Keller ein paar tausend Zentner Kartoffeln unter Wasser. Noch am Nachmittag war die Feuerwehr bei der Brandstätte im Einsatz. Auf Grund der langen und schlechten Wasserversorgung wurde nach dem Brand eine Zisterne auf dem Gelände Hinrich Meyers (Ecke Itzenbütteler Sod / Totenweg) errichtet.

1959
Auf der Hauptversammlung wurde Wilhelm Frommann zum Ortsbrandmeister gewählt. Stellvertreter wurde Otto Meyer.

 

4. Ortsbrandmeister
Brandmeister
Wilhelm Frommann †
1959 - 1961

 

 

Am Sonnabend, den 27. Juni 1959 brannte es in der Wassermühle Schmalenfelde. Die Wassermühle war nach dem Lüneburger Landschaftsregister schon im Jahre 1450 vorhanden. Die Feuerwehr Jesteburg leistete nachbarliche Löschhilfe.  



Jahrgang 1960 - 1979

1961
Der Kamerad Otto Meyer wurde von den Mitgliedern zum Ortsbrandmeister der Feuerwehr Jesteburg gewählt. Sein Stellvertreter wurde Hermann Meyer.

 

5. Ortsbrandmeister
Oberbrandmeister
Otto Meyer †
1961 - 1973

 

 

Am Mittwoch, den 30. August 1961 Großfeuer auf dem Lohof. 2 Scheunen auf dem Bauernhof von Bauer Kröger brannten bis auf die Grundmauern nieder.

1962
Am 21. Februar 1962 rückte die Wehr nach Hamburg aus, um nach der Flutkatastrophe vom 16 auf den 17. Februar 192 Keller auszupumpen. Der Einsatz dauerte den ganzen Tag.

1963
Am 01. Oktober 1963 wurde die „Erica“ im Alter von 24 Jahren von Otto Meyer bei der Kraftfahrzeugstelle in Winsen/Luhe abgemeldet. Das Fahrzeug wurde im Jahr 1939 für die Deutsche Luftwaffe gebaut und war seit dem Jahr 195 im Besitz der Feuerwehr Jesteburg.

1965
Am Montag, den 18. Januar 1965 erhielt die Wehr eine Metz Tragkraftspritze TS 8/8 mit VW Industriemotor von der Firma Wilhelm Fr. Bode Feuerschutz (Hannover).

1966
Im Jahre 1966 wurde das Feuerwehrhaus in der Straße Zum Spritzenhaus renoviert und umgebaut. Am 01. Oktober wurden die Arbeiten mit einem kleinen Fest gefeiert.

1968
Am Dienstag, den 11. Juni in den Morgenstunden brannte das Vogtshaus des Baron von Löwenstein (Wöhlerhaus), das älteste Haus Jesteburgs, bis auf die Grundmauern nieder. In dem Haus, das in der Dorfmitte neben dem Dorfbrunnen stand, wurden 5 Familien obdachlos. Um 8.10 Uhr war der Brand neben dem Schornstein im Giebel entstanden. Sofort rasten zwei Züge von Buchholz und die Wehren von Jesteburg, Bendestorf, Lüllau und Asendorf zum Brandherd. Das älteste Haus in Jesteburg trug die Nummer 1. Der Jesteburger Feuerwehrmann Klaus Bahlburg hielt 2 Tage lang Brandwache am Objekt.

1969
Am 24. August 1969 gab es ein Feuer im Kinderheim Hansenbarg in Asendorf. Nachbarliche Löschhilfe leisteten die Feuerwehren Hanstedt, Quarrendorf, Asendorf, Ollsen, Dierkshausen, Jesteburg, Nindorf und Buchholz.



1971
Im Jahre 1971, am 01. Februar, wurde auf Initiative von Ortsbrandmeister Otto Meyer die Jugendfeuerwehr Jesteburg gegründet. Zahlreiche Kameraden der heutigen Einsatzabteilung sind aus der Jugendfeuerwehr hervorgegangen. Die Jugendfeuerwehr ist auch heute noch der Garant für einen kontinuierlichen Nachwuchs der Feuerwehr Jesteburg.

1972
Bis zur Verwaltungs- und Gebietsreform im Jahre 1972 war Jesteburg eine eigenständige Gemeinde. Durch die Gebietsreform wurde die Samtgemeinde Jesteburg geschaffen, zu der neben der Gemeinde Jesteburg auch die Gemeinden Bendestorf und Harmstorf gehören. Da gleichzeitig der Brandschutz Aufgabe der Samtgemeinde wurde, gehören der Feuerwehr der Samtgemeinde Jesteburg nun die Ortsfeuerwehren Jesteburg, Lüllau (ein Ortsteil von Jesteburg), Bendestorf und Harmstorf an. Am Freitag, den 28. Juli 1972 wurde der im Jahre 1957 beschaffte Opel-Blitz LF 8 durch ein LF 8 leicht, Mercedes Benz Fahrgestell 408, ZIEGLER-Aufbau ersetzt. Das Fahrzeug gehörte seinerzeit zu den modernsten seiner Art und war auch im gesamten Landkreis Harburg eines der modernsten Fahrzeuge. Auf dem neuen Fahrzeug waren auch erstmals drei Atemschutzgeräte untergebracht. Auch die Funktechnik hielt Einzug bei der Feuerwehr Jesteburg. In dem neuen Fahrzeug war ein 4 Meter-Band-Funksprechgerät eingebaut. Der alte Opel Blitz wurde zum Preis von 400,00 DM an die Buchholzer Malerfirma Ruschmeyer verkauft.



1973
Zu Beginn des Jahres 1973 wird Walter Lankisch auf der Jahreshauptversammlung zum neuen Ortsbrandmeister gewählt. Manfred Klug wurde sein Stellvertreter.

 

6. Ortsbrandmeister
Hauptbrandmeister
Walter Lankisch †
1973 - 1991

 

 

1978
In diesem Jahr feierte die Wehr ihr 50jähriges Bestehen der Wehr. An den Wettbewerben anlässlich dieser Feier nehmen die Samtgemeinden Seevetal, Neu Wulmstorf und Rosengarten teil.



1979
Der Kamerad Günther Meyer wird zum stellvertretenden Ortsbrandmeister gewählt.


 

 



Jahrgang 1980 - 1999

1980
Die ständige Zunahme an Einwohnern, aber auch an Gefahrenpotentialen, erforderten auch Veränderungen im Bereich der feuerwehrtechnischen Ausstattung, zumal die Feuerwehr Jesteburg nach dem Niedersächsischen Brandschutzgesetz als Stützpunktfeuerwehr eingestuft wurde. Am Dienstag, den 04. März 1980 wurde seitens der Samtgemeinde Jesteburg eines neues Löschgruppenfahrzeug 8 „schwer“ (Mercedes Benz LAF 911, Aufbau Bachert) bei der Freiwilligen Feuerwehr Jesteburg in Dienst gestellt. Das alte Löschgruppenfahrzeug 8 leicht Mercedes Benz Fahrgestell 408, ZIEGLER-Aufbau ging an die Freiwillige Feuerwehr Lüllau (ebenfalls Gemeinde Jesteburg). Großfeuer in Jesteburg am 09. Dezember 1980. In der Hauptstraße bei der Firma Deus brennt eine Lagerhalle in voller Ausdehnung. Ein Übergreifen auf das Wohnhaus konnte verhindert werden. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, weil die Hydranten in der Nähe der Einsatzstelle waren eingefroren.

1981
Am Sonnabend, den 13. Juni 1981 veranstaltete die Feuerwehr Jesteburg am Moorweg den Kreisjugendfeuerwehrtag anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Jugendfeuerwehr Jesteburg.

1982
Am 03. Januar 1982 musste die Wehr zu einem Öleinsatz auf der Seeve ausrücken. Auf der Seeve wurden Ölsperren gesetzt und dadurch eine Ölverschmutzung verhindert. Am Freitag, den 26. März 1982 konnte ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug (Mercedes-Benz 307, Aufbau Bachert) in Dienst gestellt werden. Das Fahrzeug wurde auch aus Mitteln der Kameradschaftskasse bezuschusst.

1983
Der Kamerad Jürgen Meyer wird zum stellvertretenden Ortsbrandmeister gewählt. Am 01. August 1983 wurden die Feuerwehren Jesteburg, Buchholz, Hanstedt, Klecken, Dibbersen, Egestorf, Nenndorf, Bendestorf und Lüllau zu einem Waldbrand zum Reindorfer Osterberg gerufen. 70 Feuerwehrmänner waren im Einsatz. Es brannten ca. 10.000 qm Wald und Unterholz. Nach dem Einsatz wurde von den Bewohnern am Waldrand eine Geldsammlung für die Feuerwehr durchgeführt.

1986
Der Kamerad Werner Röhrs wird zum stellvertretenden Ortsbrandmeister gewählt. Am Donnerstag, den 27. Februar 1986 brannte in der Schützenstraße ein Imbiss vollständig aus. Vor dem Eintreffen explodierte eine Propangasflasche. Eine Ausbreitung des Brandes auf das benachbarte Wohnhaus konnte verhindert werden. Am 11. November 1986 wurde der Grundstein für das neue Feuerwehrhaus gelegt. In das Grundstein-Mauerwerk wurde eine große Patrone gelegt, die Mitgliederlisten der Freiwilligen Feuerwehr Jesteburg, Lagepläne, Protokolle von Sitzungen, eine Liste der Teilnehmer bei der Grundsteinlegung, eine Zeitung vom gleichen Tag, drei Polaroid-Bilder von der Grundsteinlegung sowie eine Chronik über die Feuerwehr Jesteburg und gesammelte Zeitungsartikel enthielt. Das Gebäude konnte vor Ende des Jahres im Rohbau fertig gestellt werden. Am 17. Dezember 1986 wurde Richtfest gefeiert werden.

1987
Am 10. Oktober 1987 wurde der Neubau offiziell der Freiwilligen Feuerwehr Jesteburg übergeben. Die Kosten für das Projekt betrugen 1,2 Millionen Mark, der Landkreis Harburg gewährte einen Zuschuss in Höhe von 105.000 Mark. Im Erdgeschoß befinden sich die Stellplätze für drei Einsatzfahrzeuge, Gerätewerkstatt, Atemschutzgerätewerkstatt, Geräteraum, sanitäre Anlagen, Abstellraum und ein Bereitschaftsraum. Im Obergeschoß befinden sich ein Schulungsraum, eine Teeküche und sanitäre Anlagen.

1990
Im Januar peitschten Orkanböen mit bis zu 150 km/h über Jesteburg. Die Wehr musste in den darauf folgenden Tagen zu weit über 100 Sturmbedingten Einsätzen in der Gemeinde Jesteburg ausrücken, um umgestürzte Bäume zu beseitigen. Am Sonnabend, den 10. Februar 1990 wurde ein neues TLF 16/25 (Mercedes-Benz 1222 AF, Aufbau Schlingmann) durch die Samtgemeinde Jesteburg beschafft und bei der Feuerwehr Jesteburg in Dienst gestellt.

1991
Am 25. Mai 1991 richtete die Feuerwehr Jesteburg den Gemeindejugendfeuerwehrtag der Stadt Buchholz und der Gemeinden Tostedt und Jesteburg aus. Der Gemeindejugendfeuerwehrtag fand auf der Sportanlage am Alten Moor statt. Auf der Mitgliederversammlung am Donnerstag, den 20. Juni 1991 wurde Werner Röhrs zum 7. Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Jesteburg gewählt.
 

 

7. Ortsbrandmeister
Oberbrandbrandmeister
Werner Röhrs
1991 - 1995
 

Zum stellvertretenden Ortsbrandmeister wird der Kamerad Sven Wolkau gewählt. Am 27. Juli 1991 verstarb völlig unerwartet der langjährige Ortsbrandmeister Hauptbrandmeister Walter Lankisch.

1992
Am Sonnabend, den 04. April 1992 stellte die Freiwillige Feuerwehr Jesteburg als erste Feuerwehr im Landkreis Harburg einen Gerätewagen-Gefahrgut in Dienst. Das Fahrzeug wurde in Eigenleistung von einem Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) zum Gerätewagen-Gefahrgut (GW-G) umgebaut. Für den Umbau wurden von den Kameraden 763 Stunden benötigt. Für die neue Geräteausstattung des Fahrzeuges stellte die Samtgemeinde Jesteburg 60.000.- DM zur Verfügung. Am 30. August 1992 fand in Jesteburg der Kreisfeuerwehrtag statt. Auf dem Turnierplatz fanden die Wettbewerbe für die LF und TS Gruppen statt. Die Vereidigung der Feuerwehrmannanwärter und Anwärterinnen wurde auf dem Niedersachsenplatz in der Ortsmitte durchgeführt. Im Herbst erhielt die Wehr von einem Bürger einen Mercedes Benz Geländewagen geschenkt. In den nächsten Monaten wurde der zivile PKW in Eigenleistung zu einem Einsatzleitwagen 1 umgebaut.


1993
Am Donnerstag, den 18. Februar 1993 konnte der in Eigenleistung zum ELW 1 umgebaute Mercedes Benz Geländewagen offiziell in Dienst gestellt werden. Mit der Indienststellung dieses Fahrzeuges verfügt die Feuerwehr Jesteburg nun über einen umfangreichen Geräte- und Fahrzeugbestand. Durch Brandstiftung wurden bei einem Großfeuer am 30. Dezember 1993 7 Gebrauchtwagen vor dem Autohaus Kuhn und Witte vernichtet. Ein Übergreifen auf die Ausstellungshalle konnte verhindert werden.

1994
Kurioser Einsatz für die FF Jesteburg. In einem Schwimmbecken am Forellenhof wurde gegen 06.00 Uhr eine Kuh entdeckt. Das Becken wurde von der Feuerwehr ausgepumpt und die Kuh aus dem Becken gerettet. Auch die Jugendfeuerwehr beteiligt sich an Umweltaktionen in der Gemeinde Jesteburg. Es wurde zum wiederholten Male der Brettbach von der Landesstraße 213 bis zur Mündung in die Seeve gereinigt und von Müll und Unrat beseitigt.

1995
Sven Wolkau wurde am Dienstag, den 17. Oktober 1995 von den Mitgliedern der Wehr zum 8. Ortsbrandmeister gewählt.

 

8. Ortsbrandmeister
Abschnittsbrandmeister
Sven Wolkau
1995 - 2004

 

Der Kamerad Joachim Röhrs wird stellvertretender Ortsbrandmeister.

1996
Am 01. Februar 1996 konnte die Jugendfeuerwehr ihr 25-jährige Jubiläum feiern. Zahlreiche Kameraden wurden für Ihre 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. Großfeuer am Donnerstag, den 28. März 1996 am Rüsselkäfer. Das Reetdachhaus des Samtgemeinde-Bürgermeisters Hans-Hinnerk Aldag brennt. Zum Einsatz kommen die Feuerwehren Jesteburg, Bendestorf, Lüllau, Harmstorf und Buchholz.


1998
Alle zwei Jahre wird im Landkreis Harburg ein Kreiszeltlager für alle Jugendfeuerwehren veranstaltet. Im Jahre 1982 fand dieses Kreiszeltlager in Jesteburg hinter dem Umspannwerk am Ortseingang Jesteburg statt. Das Kreiszeltlager ging als „Schlammzeltlager“ in die Geschichte ein, denn es hatte fast die ganze Woche geregnet und der Platz war an einigen Stellen knöcheltief aufgeweicht. Ca. 1000 Jugendliche haben mit ihren Betreuern an dem Zeltlager teilgenommen. Die Woche war für die Jugendlichen straff organisiert, da jede Jugendgruppe am Vormittag und Nachmittag ein Spiel absolvieren musste. Eine volle Woche Spiel, Sport, Wettbewerbe sowie ein Nachtmarsch standen auf dem Programm. Eine Lagerdisco und ein Tag der offenen Tür gehören ebenso dazu. Das Freizeitangebot kam trotzdem nicht zu kurz. Auch die Ausbildung für die Leistungsspange und deren Abnahme fand im Kreiszeltlager statt.



1999
Am Mittwoch, den 04. August 1999 brennen in der Straße Am Bossardweg (Lüllau) ca. 10.000 qm Wald, Unterholz und Stoppelfeld. Es kommen 7 Wehren zum Einsatz.



Jahrgang 2000 - 2009

2001
Nach einer Vorbereitungs- und Planungsphase von ca. 7 Monaten konnte sich am 01. Januar 2001 der Einsatzzug „Spüren und Messen“ einsatzbereit melden. Der Einsatzzug wird im gesamten Landkreis Harburg eingesetzt und hat bei Großschadenlagen die Aufgaben des Spürens, Messens und der Probenentnahme. Am Freitag, den 27. April 2001 konnte die Wehr als Ersatzbeschaffung für den Gerätewagen/Gefahrgut einen Rüstwagen 2/Gefahrgut (Mercedes-Benz 1222 AF Atego, Aufbau Schlingmann) in Dienst stellen. Das Fahrzeug wird nicht nur in der Samtgemeinde Jesteburg, sondern auch in den Nachbargemeinden bei Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen eingesetzt.

2002
Jahrhunderthochwasser an der Elbe. Auch die Feuerwehr Jesteburg war mit der Deichbereitschaft des Landkreises Harburg 2 Tage am Deich in Hohnstorf (Landkreis Lüneburg) im Einsatz.


2003
Das Jubiläumsjahr 2003 begann mit dem traditionellen Feuerwehrball am Sonnabend, den 15. März 2003 in der Jesteburger Festhalle. Ein voller Saal und eine sehr gute Stimmung sorgten wieder mal für einen gelungenen Abend. Am Sonntag, den 22. Juni 2003 organisierte die Wehr einen Frühschoppen mit den „Estetaler Musikanten“. Im Anschluss wurde ein Tag der offenen Tür mit vielen Aktivitäten veranstaltet. An diesem Tag konnten auch die Sieger für den Malwettbewerb in den beiden Kindergärten und der Grundschule geehrt werden. Die besten Bilder wurden an diesem Tage ausgestellt. Der eigentliche Festkommers fand am Sonnabend, den 28. Juni 2003 im Haus Deutscher Ring statt. Neben Ehrungen und Grußworten zum Jubiläum wird auch die neue Fahne der Feuerwehr Jesteburg geweiht.

2004
Da der bisherige Ortsbrandmeister Sven Wolkau im Dezember 2003 zum Abschnittsleiter (Brandschutzabschnitt Heide) des Landkreises Harburg gewählt wurde, waren Neuwahlen erforderlich. Der bisherige stellvertretende Ortsbrandmeister Joachim Röhrs wurde am Freitag, den 23. Januar 2004 von den Mitgliedern der Wehr zum 9. Ortsbrandmeister gewählt.

 

9. Ortsbrandmeister
Oberbrandmeister
Joachim Röhrs
2004 - heute

 

Der Kamerad Claus Borucki wird stellvertretender Ortsbrandmeister.

 

2005
 

2006
Am 20. November 2006 trafen im Feuerwehrhaus Jesteburg zehn Jesteburger Bürger zusammen, um endlich auch einen Freundeskreis für die Freiwillige Feuerwehr Jesteburg zu gründen. Auf der Gründungsversammlung wurden dann Karl Hermann Meyer zum 1. Vorsitzenden, Frank Webs zum stellvertretenden Vorsitzenden, Günter Kamolz zum Schriftführer und Manfred Rominski zum Kassenwart bestimmt. Satzungsgemäßes Ziel des Vereins ist es, die Arbeit der Feuerwehrkameraden/innen der Freiwilligen Feuerwehr Jesteburg, die unbestritten einen wichtigen Stützpfeiler der Jesteburger Gemeinschaft darstellt, ideell und auch finanziell zu unterstützen.

2007
 

2008
Am 26. Juli 2008 wurde ein neues Löschgruppenfahrzeug 10/6 durch die Samtgemeinde Jesteburg an die Freiwillige Feuerwehr Jesteburg übergeben. Das Fahrzeug wurde von der Firma Schlingmann auf einem MAN TGM 13.240 aufgebaut. Das Fahrzeug verfügt über einen Lichtmast und eine Schaumzumischeinrichtung. Das Fahrzeug löst das Löschgruppenfahrzeug 8s ab das nach 28 Jahren außer Dienst genommen wurde.

2009
 




Wappen de Gemeinde Jesteburg
Wappen der Gemeinde Jesteburg
Bei Fragen, Problemen und Anregungen sendet eine eMail an info@feuerwehr-jesteburg.de.
Webmaster der Freiwilligen Feuerwehr Jesteburg Sven Wolkau.
Copyright © 1997 - 2010 Freiwillige Feuerwehr Jesteburg. Alle Rechte vorbehalten.
Diese Seite wurde zuletzt aktualisiert am .